

Paarberatung steht im Bewusstsein der Öffentlichkeit
In den vergangenen Jahrzehnten haben die Kirchen psychologische Beratung als professionelle Praxis etabliert. Beratung steht heute ergänzend zu den durch das Psychotherapeuten-Gesetz definierten Behandlung seelischer Erkrankungen dar. Ergänzend zu unterschiedlichen Angeboten sozialer Hilfe ist die EFL eine weitere Säule in der psychosozialen Versorgung der Bevölkerung. Sie hat sich als solche insbesondere im Bereich Ehe- und Partnerschaftsberatung mittlerweile fest im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert.
Ehe und Familie sind nach wie vor die Lebensformen, die sich höchster Wertschätzung erfreuen - und dies auch bei jüngeren Menschen. Verschiedene Umfragen zeigen, dass sich 80% der Befragten eine Partnerschaft - wenn möglich auch mit Kindern - in Liebe und verbindlicher Treue wünschen.
Bei diesen Herausforderungen liegt ein Angebot qualifizierter Ehe-, Familien- und Lebensberatung gerade der Kirchen nahe. Ihr kommt heute in hohem Maße die Funktion zu, Menschen in Entwicklungs-, Beziehungs- und Entscheidungskonflikten zu helfen.
Als pastoraler Dienst erfüllen die katholischen Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen einen Grundauftrag der Kirche: Sie machen die Solidarität Gottes mit den Menschen und sein unbedingtes Ja zu jedem Einzelnen erfahrbar.
In der psychosozialen Versorgung nimmt die Ehe- Familien- und Lebensberatung zugleich wesentliche Aufgaben im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes wie auch anderer gesetzlicher Bestimmungen wahr. Sie integriert damit den pastoralen und den gesellschaftlichen Auftrag.
Vernetzung ein wichtiger Bestandteil
Die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen und nichtkirchlichen psychosozialen Einrichtungen ist wichtiger Bestandteil ihres fachlichen Selbstverständnisses. In ihrer Fachlichkeit richtet sie sich nach institutionellen Standards, wie sie auf Bundes-, Länder- oder kommunaler Ebene vorgegeben sind.